Suche
nach Kursen
 Aktien
 Fonds
 Zertifikate
 Optionsscheine
 Optionen & Futures
nach Artikeln
alle Artikel
nur Analysen
nur News
als Quelle
 
WKN/ISIN/Symbol/Name

Login Depot + Forum
 
Passwort vergessen?


   
Aktuelle Kursinformationen ()
Kurs Vortag Veränderung Datum/Zeit
-   -   0 0 % /
 
ISIN WKN Jahreshoch Jahrestief
-   -  
 
 
 

Ergo neutral


21.03.2001
Aktienservice Research

Die Analysten von Aktienservice Research bewerten derzeit die Aktien von Ergo (WKN 841852) mit "neutral".

Fundamental erscheine der Kurszuwachs des letzten Jahres durch die überplanmäßige Geschäftsentwicklung untermauert, denn der zweitgrößte deutsche Erstversicherer habe letztes Jahr seine eigenen Prognosen deutlich übertroffen. Nachdem der Düsseldorfer Versicherer im Dezember 2000 zunächst eine Zunahme des Konzernjahresüberschusses um über 50% ankündigt habe, sei dieser Wert schließlich sogar um 70% auf 804 Millionen Euro gewachsen. Die erfreuliche Ertragssteigerung sei dabei vornehmlich auf drei Faktoren zurückzuführen gewesen: So habe sich das laufende Geschäftsergebnis verbessert, die Spezialfonds seien konsolidiert worden, wie dies nach der internationalen IAS-Rechnungslegung vorgeschrieben sei, und drittens habe sich das Ergebnis erhöht, weil durch die Senkung des Körperschaftsteuersatzes von 40 auf 25% latente Steuerforderungen und -verbindlichkeiten neu zu bewerten gewesen seien, was zu einem Zusatzertrag von 246 Millionen Euro geführt habe. Bereinige man den aus der Neubewertung der latenten Steuern resultierenden Sondereffekt, so verbleibe für 2000 ein immer noch beachtlicher Anstieg des Jahresüberschusses von 48% auf 558 Millionen Euro. Ergo schlage daher vor, die Dividende von 1,02 auf 1,30 Euro je Aktie zu erhöhen.


Auch die Entwicklungsperspektiven des Konzerns würden sich vielversprechend gestalten: Nachdem die Ergo-Versicherungsgruppe mit ihren Versicherern Victoria, Hamburg-Mannheimer, DKV und D.A.S die Beitragseinnahmen in den vergangenen drei Jahren jeweils deutlich über dem Branchendurchschnitt habe steigern können, sei aufgrund des heutigen Kenntnisstandes davon auszugehen, dass sich dieser positive Trend zunächst weiter fortsetzen werde. Insbesondere partizipiere der Ergo-Konzern, der sich zu 62,9% im Besitz der Münchener Rückversicherungsgesellschaft befinde, langfristig an den durch die Rentenreform in Deutschland und der zunehmenden Investitionsbereitschaft der Bevölkerung hinsichtlich privater Altersvorsorge mobilisierten Wachstumsimpulsen. Wachstumsimpulse würden auch aus dem Ausland kommen, das mittelfristig 20% zu den Einnahmen beisteuern solle. Diesem strategischen Ziel sei die Gesellschaft vergangenes Jahr durch die Übernahme der italienischen Lebens- und Sachversicherungsgruppe der Bayerischen Beamtenversicherung für geschätzte 1,1 Milliarden Euro einen großen Schritt näher gekommen. Italien sei mit zweistelligen jährlichen Zuwachsraten ein attraktiver Markt.

Rund 90% der Einnahmen würden aus dem Privatkundengeschäft stammen, ca. 80% aus der Personenversicherung (Lebens-, Kranken- und Unfallversicherung). Der MDAX-Wert sei auf der Kapitalanlageseite vergleichsweise progressiv aufgestellt. So würden rund 30% der Kapitalanlagen auf Aktien-Anlagen entfallen. Ergo weise eine überdurchschnittliche Dynamik in Umsatz und Ertrag aus. Im Rahmen der Europäisierungsstrategie sehe man in Spanien gute Expansionsmöglichkeiten, da man dort bereits im Kranken- und Rechtsschutzgeschäft und mit etwas geringerer Intensität auch im Lebens-, Unfall- und Sachgeschäft vertreten sei. Mittelfristig wolle der Konzern zudem interessante Akquisitionsmöglichkeiten in Mittel- und Osteuropa wahrnehmen, da diese Regionen im Hinblick auf die Osterweiterung der EU langfristige Wachstumsperspektiven bieten würden.

In 2002e erwarte Aktienservice Research einen Gewinn je Aktie in Höhe von 8,9 Euro. Somit sei der Versicherungskonzern mit einem KGV auf Basis des kommenden Geschäftsjahres von 17 angemessen bewertet. Einen großen Teil der positiven Nachrichten sehe Aktienservice Research nach den deutlichen Kurszuwächsen im vergangenen Jahr jedoch bereits eingepreist. Aktienservice Research bewerte den Titel in einer kurzen Ersteinschätzung daher mit "neutral". In charttechnischer Hinsicht sehe Aktienservice Research derzeit allerdings erhebliche Risiken. So habe der Titel seit seinem Höchststand von über 190 Euro zum Jahreswechsel einen Pull-Back bis aktuell auf 150 Euro erlitten. Auf diesem Niveau verlaufe derzeit die 200-Tageslinie. Aktionäre sollten daher darauf achten, ob die 200-Tageslinie in nächster Zeit nachhaltig durchbrochen werde. Falls ja, bestehe weiteres Rückschlagspotenzial bis 120 Euro.




Erweiterte Funktionen
Artikel drucken Artikel drucken
Weitere Analysen & News mehr
 

Copyright 1998 - 2026 optionsscheinecheck.de, implementiert durch ARIVA.DE AG